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Die amerikanischen Firefighter

Aus den USA: Die Firefighter

Aus den USA: Die Firefighter

In Amerika gibt es eine uniformtragende Personengruppe beziehungsweise Berufsgruppe, die über keinerlei Imageprobleme klagt. Das sind die Feuerwehrmänner, genannt auch Firefighter. Weibliche Firefighter machen allerdings kaum mehr als zwei Prozent der Belegschaft aus. Firefighter gelten nicht erst seit den Anschlägen vom 11. September auf das World Trade Center zu den Helden Amerikas. Firefighter erhalten große Anerkennung, weil sie ihr Leben riskieren, um Brände zu löschen oder um Lebensmüde von Hausdächern zu holen. Im Gegensatz zu Polizisten haben Firefighter einen ausgesprochen guten Ruf wie Rettungssanitäter.

Der Notruf der amerikanischen Feuerwehr wird über die Nummer 911 erreicht. Ein Dispatcher leitet die Angaben zum Notruf an die jeweilige Behörde (Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst) weiter. Der Notruf wird durch eine Gebühr finanziert, die man auf seiner Telefonrechnung zu sehen bekommt. Zusätzlich wird dabei eine nationale und bundesstaatliche Steuer eingerechnet. Jeder US-Bundesstaat übernimmt die Regelung des Feuerwehrwesens mit eigens erlassenen Gesetzen und speziellen Organisationen. Die Countys verfügen über eine große Selbständigkeit. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es bei den Countys eines Bundesstaates zu erheblichen Abweichungen in Organisation und Ausrüstung gibt. Zu sehen ist das nicht zuletzt an den unterschiedlichen Farben der Einsatzfahrzeuge und der jeweiligen Ausrüstungen der Firefighter. Als Fahrzeugfarben sind hierbei unter anderem Rot, Gelb, Weiß, Blau oder Gelb-Grün anzutreffen.

Feuerwehren werden nicht ausschließlich durch die öffentliche Hand gestellt. Auch private Firmen erhalten (über Ausschreibungen) den zeitlich befristeten Auftrag, den Brandschutz in der Region sicherzustellen. Neben freiwilligen Firefightern wird eine Berufsfeuerwehr (Fire Department) eingesetzt. Die New Yorker Berufsfeuerwehr (FDNY) ist mit weit mehr als 15.000 Personen die größte der USA und weltweit. Angestellte der Berufsfeuerwehr Los Angeles, etwa 3.000 Firefighter, erhalten als Anfänger etwa 40.000 Dollar im Jahr. Dazu kommen weitere Dollars für Zuschläge und Überstunden. Insgesamt ist das weitaus mehr als Busfahrer, Lehrer und Müllwerker verdienen. Ein Einsatzdienst dauert meist 24 Stunden. Dann gibt es für den Firefighter zwei bis drei freie Tage.

Die Feuerwehren der USA unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Taktik und Organisation von denen Deutschlands. Sehr sichtbar ist das auch an der Technik. Fahrzeuge können grob in zwei Klassen eingeteilt werden. Zum einen die Engine (Löschgruppenfahrzeug) und zum anderen den Truck/Ladder (Drehleiter). Dabei ähnelt die Engine dem klassischen deutschen Löschgruppenfahrzeug noch am ehesten. Das Drehleiterfahrzeug verfügt meist über eine größere Besatzung. Die hier aufsitzenden Firefighter sind meist vor allem für die Menschenrettung zuständig. Daneben gibt es weitere Rescue-Teams und Fahrzeuge sowie HazMat-Teams und –Fahrzeuge. Pumper und Tanker sind für die Wasserförderung und Wasserbeförderung bei Großeinsätzen im Einsatz. US-Firefighter sind mit einer stärkeren Zuordnung (bestimmtes Fahrzeug und Aufgabe) im Einsatz. Deutsche Feuerwehren legen hingegen großen Wert auf eine universelle Einsetzbarkeit der Brandbekämpfer.