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Allgemein

Die Einstellungskriterien der Berufsfeuerwehr

Wer sich um eine Einstellung bei der Berufsfeuerwehr bewirbt, muss ein mehrere Teile umfassendes Auswahlverfahren durchlaufen. Ein wichtiges Kriterium für eine Einstellung in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst ist neben einer Vielzahl formaler Voraussetzungen die körperliche Fitness des Bewerbers.

Der Test der körperlichen Fitness erfolgt bei der Berufsfeuerwehr durch eine Sportprüfung. Wie die Tests konkret aussehen, hängt von der jeweiligen Dienststelle einer Berufsfeuerwehr ab. Auf die Bewerber kommt meist ein Krafttest, ein Ausdauertest und ein Koordinationstest zu. Um die Eignung eines Bewerbers für Arbeiten in großen Höhen beurteilen zu können, muss außerdem eine voll ausgefahrene Drehleiter im Freistand bestiegen werden. Beim Sporttest fallen nicht selten viele Bewerber durch, weil sie die Anforderungen an ihre körperliche Fitness auf die leichte Schulter nehmen.

Der Fitnesstest bei der Berliner Berufsfeuerwehr beispielsweise beinhaltet einen Krafttest und einen Test zur Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme mittels Spiroergometrie. Die maximale Sauerstoffaufnahme dient dabei der Bewertung der Ausdauerleistung eines Bewerbers. Während körperlicher Belastung werden die Atemgase gemessen. Neben der Ausdauerleistungsfähigkeit werden während des Testverfahrens auch Erkenntnisse über den Energiestoffwechsel und die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems gewonnen. Die Berufsfeuerwehrwehr in Berlin nutzt zum Test ein Ergometer. Nach jeder Minute wird die Belastung auf dem Ergometer gesteigert. Wenn eine Belastung von 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz erreicht wird, endet der Testlauf.

Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr

Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr

Bei einem üblichen Sporttest für eine Einstellung bei der Berufsfeuerwehr werden meist klassische Disziplinen wie Langstreckenläufe, Kraftübungen (Bankdrücken, Klimmzüge), Schwimmen und Tauchen sowie Hindernislauf abverlangt. Hier geht es zum einen um Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Zum anderen werden auch individuelle Fertigkeiten wie Koordination, Reaktion oder Gleichgewicht bewertet. Der Sporttest enthält in der Regel auch einen praktischen Testteil. Hier müssen Bewerber in erster Linie berufsbezogene Übungen ableisten. Dazu gehören meist Leitersteigen, das Meistern handwerklicher Aufgaben oder das Lösen bestimmter technischer Probleme.

Beamte der Berufsfeuerwehr müssen bis zu ihrer Ruhesetzung jährlich eine Sportabnahme absolvieren. Je nach Alter der Beamten gehört dazu ein 3.000 Meter oder 5.000 Meter Lauf. Außerdem führt der ärztliche Dienst regelmäßig medizinische Untersuchungen durch. Während der Arbeitszeit nehmen Beamte am Dienstsport teil. Weitere sportliche Aktivitäten müssen die Beamten der Berufsfeuerwehr in ihrer Freizeit eigenverantwortlich durchführen. Wer nicht mehr den körperlichen oder medizinischen Anforderungen an einen Dienst bei der Berufsfeuerwehr entspricht, muss aus dem aktiven Dienst ausscheiden.