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Allgemein

Diese Fahrzeuge bilden einen Löschzug

Fahrzeuge eines Löschzugs

Fahrzeuge eines Löschzugs

Die hauptsächliche Aufgabe eines Löschzugs ist die Brandbekämpfung. Ein Löschzug wird aber bei der Feuerwehr auch eingesetzt, um technische Hilfeleistungen zu erbringen. Laut der Definition in Deutschland müsste ein Löschzug mindestens aus 22 Mann bestehen, die auf mehrere Fahrzeuge verteilt sind. Oft ist es aber so, dass aus organisatorischen Gründen durchaus mehr Männer mitfahren müssen.

Möglich ist auch, dass bei der Berufsfeuerwehr aus Kostengründen auf mehrere Männer verzichtet wird, sodass die Definitions-Anzahl auch deutlich unterschritten werden kann. Normalerweise setzt sich ein klassischer Löschzug zusammen aus einem Führungsfahrzeug, zum Beispiel einem Einsatzleitwagen (Abkürzung: ELW), der für das Transportieren des Zugtrupps verantwortlich ist, und weiteren Fahrzeugen wie dem Löschgruppenfahrzeug. Dieses kann eine größere Gruppe von Männern transportieren. Die restlichen Männer werden aufgeteilt auf eine Gruppe auf dem Tanklöschfahrzeug und eine weitere auf dem Hubrettungsfahrzeug. Je nach Einsatzgröße ist auch eine Zusammenstellung aus zwei Löschgruppenfahrzeugen, einem Einsatzleitwagen, einem Tanklöschfahrzeug und einem Rüstwagen möglich.

Das Tanklöschfahrzeug kann außerdem durch ein Großtanklöschfahrzeug ersetzt werden. Bei der Berufsfeuerwehr ist es denkbar, dass für den Löschzug eine Kombination aus einem Vorauslöschfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug und einem Hubrettungsfahrzeug ausgewählt wird. Manchmal ist es so, dass ein Zug über keinen Zugtrupp verfügt. Der Zugführer fährt in diesem Fall auf dem ersten Löschgruppenfahrzeug mit. Handelt es sich bei dem Einsatz um einen besonders schweren, zum Beispiel um einen sehr großflächigen Brand, kann der Löschzug auch um eine weitere Truppe erweitert werden. Dazu gehört dann auch ein zusätzliches Fahrzeug.

Inzwischen gibt es neben dem sonst bekannten Löschzug in Deutschland auch den so genannten AGBF-Löschzug (von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter für Berufsfeuerwehren). Handelt es sich bei dem Einsatz um den so definierten “kritischen Wohnungsbrand”, müssen laut der Vorschriften des AGBF-Löschzugs nur noch 16 Männer mit zur Brandstelle anrücken. Nach dieser Regelung ist es auch möglich, dass sich der Löschzug nicht schon zu Anfang des Losfahrens gebildet hat, sondern dass sich die benötigten Fahrzeuge erst an der Einsatzstelle treffen. So können auch die Feuerwehrmänner aus verschiedenen Standorten geholt werden. Solch ein Löschzug, der sich in dem “Rendez-Vouz-Verfahren” gebildet hat, besteht in der Regel aus einem Einsatzleitwagen, zwei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter.