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Faszination Feuer

Gefährlich: Faszination Feuer

Gefährlich: Faszination Feuer

Seit Urzeiten übt das Feuer eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus. Zugleich ist es eines der vier Grundelemente der Erde. Außer von den Menschen kann Feuer von keinem anderen Lebewesen aktiv genutzt werden. Der genaue Zeitpunkt, wann der Mensch feststellte, wie er es entzünden oder zum Erlöschen bringen kann, ist nicht bekannt. Natürliche Brandstellen lassen sich kaum von den Spuren eines von Menschen entzündeten Feuers unterscheiden. Experten schätzen, dass es etwa seit 400.000 Jahren bekannt ist. Jedes Tier verspürt beim Anblick von Feuer Angst. Menschen wissen zu schätzen, dass es wärmt, Licht gibt und Tiere rings um eine brennende Stelle fernhält.

Der Mensch hat in seiner Entwicklung gelernt, Nahrung mithilfe des Feuers zu räuchern und haltbar zu machen. Außerdem wurde die Ernährung von roher auf gekochte Nahrung umgestellt. Im Zusammenhang mit Feuer erzählen sich Menschen bis heute viele alte Geschichten. Im Kern dieser Geschichten geht es immer darum, dass es als etwas Besonderes teilweise auch Heiliges gilt. So gab es heilige Feuerstätten, in denen streng darauf geachtet wurde, dass die Flammen nicht verlöschten. Auch wenn brennende Flammen im Leben zumindest moderner Menschen nicht mehr die Bedeutung früherer Zeiten haben, bleiben einige Rituale bis heute in unterschiedlicher Form erhalten. Das Neue Jahr wird mit einem Feuerwerk begrüßt. Mit Oster- und Johannisfeuern wird der Winter verabschiedet. Das Lagerfeuer gehört wie der Geburtstagskuchen mit brennenden Kerzen zu den schönen Flammenspielen. Vergessen sollte man auch das Olympische Feuer nicht, welches einmal entzündet bis zum Ende der Olympischen Spiele am Brennen gehalten wird.

Feuer kann wie alle Elemente von den Menschen oft nicht kontrolliert werden. Bei großen Waldbränden oder glühender Lava aus Vulkanen hilft meist nur die Natur. Feuer macht heute vor allem bei Brandkatastrophen und Brandstiftungen von sich reden. Für die Brandschutzbekämpfung und noch weit mehr für die Vorbeugung sind in Deutschland unter anderem freiwillige Brandschutzhelfer und Berufsfeuerwehren zuständig. Was sie nicht beeinflussen können, sind auf natürliche Weise entstandene Brände und vor allem Brandstiftungen. Neben der reinen Lust am Zündeln kommt es auch wegen Eifersucht oder aus Rache, wegen Versicherungsbetrug oder bei Einbrüchen zu Brandstiftungen.

Sie alle werden zur Anzeige gebracht. Die erwischten Brandstifter erwarten hohe Strafen. Tatsächlich sind unter den aktiven Brandhelfern und Brandbekämpfern auch Brandstifter zu finden. Experten schätzen, dass Menschen, die es gerne brennen sehen, sich auch im Brandschutz engagieren. Die Faszination eines großen Feuers übt auf alle Betrachter eine unbestreitbare Anziehungskraft aus. Menschen mit psychischen Störungen, die mit Lust, aus Zwang oder impulsgestört Brände legen, können also auch bei der Feuerwehr zu finden sein.