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Brandschutz

Schnelles Handeln im Ernstfall: Der Brandschutzbeauftragte hilft

Schnelles Handeln im Ernstfall: Von Brandschutzbeauftragten provitieren Unternehmen in Notfällen

Schnelles Handeln im Ernstfall: Von Brandschutzbeauftragten provitieren Unternehmen in Notfällen

BrandschutTag für Tag kommen Menschen durch einen Brand zu Schaden. Am häufigsten entstehen Brände in den eigenen vier Wänden oder an der Arbeitsstätte. Die Verletzungen, die sich die Menschen dabei zuziehen, entstehen oftmals nicht durch das eigentliche Feuer, sondern durch den Rauch. Er verbreitet sich schnell und lautlos, sodass er häufig gar nicht bemerkt wird. Gerade in Unternehmen ist es deshalb wichtig, entsprechende Maßnahmen für den Brandschutz zu treffen. Zu den wichtigen Bestandteilen der Brandvorbeugung gehören Rauchmelder, Rauchabzugsanlagen und feuerfeste Vorhänge. Aber auch ein kompetenter Brandschutzbeauftragter ist in Unternehmen wichtig, denn er weiß im Ernstfall ganz genau, was zu tun ist, um die Angestellten in Sicherheit zu bringen und noch größere Schäden zu verhindern.

Unternehmen profitieren von Brandschutzbeauftragten

Es gibt nach wie vor Unternehmen, die den Brandschutz eher als lästiges Übel sehen und ihm somit nicht die Bedeutung beimessen, die er eigentlich benötigt. Ein Brandfall im Unternehmen stellt ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar, das nicht nur einen hohen finanziellen Schaden mitbringen und somit sogar existenzbedrohend für das Unternehmen sein kann, sondern auch Menschenleben gefährdet. In der Vergangenheit gab es bereits viele Brände, die komplette Firmenexistenzen auslöschten, wodurch mehrere Menschen auch ihren Arbeitsplatz verloren.

Studien zeigen, dass es nach einem Vollbrand nur bei 30 Prozent der betroffenen Unternehmen zu einem Wiederaufbau kommt. Die meisten Betriebe kämpfen deshalb noch viele Jahre nach dem Feuer mit dessen Folgen. Brandschutz bedeutet daher immer auch einen Schutz der Arbeitsplätze. Ein Brandschutzbeauftragter ist aus diesen Gründen von hoher Bedeutung. Viele Unternehmen wissen jedoch nicht, wie sie einen solchen Brandschutzbeauftragen bekommen und welche Aufgaben er übernehmen muss.

Die Aufgaben des Brandschutzbeauftragten

Prinzipiell ist immer das Unternehmen selbst für den Brandschutz verantwortlich. In der Vergangenheit zeigte sich jedoch, dass es von Vorteil ist, wenn die Mitarbeiter der Firma einige Aufgaben des Brandschutzes übernehmen. Aus diesem Grund sollte mindestens ein Angestellter des Betriebs zum Brandschutzbeauftragten weitergebildet werden. Er kann dann die restliche Belegschaft in Bezug auf den Brandschutz schulen. Neben den Mitarbeitern soll der Brandschutzbeauftragte aber auch die Leitung des Unternehmens bei allen Fragen zur Brandvorbeugung beraten, schulen und informieren.

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Des Weiteren liegt es in seiner Verantwortung, die Mitarbeiter zum korrekten Umgang mit Werkstoffen und zu den Arbeitsverfahren zu beraten. Er wirkt auch bei der Erstellung von Arbeitsanweisungen mit, die mit dem Brandschutz in Verbindung stehen. Der Brandschutzbeauftragte plant Betriebsanlagen und entwickelt ein Konzept für die Brandvermeidung. Er kontrolliert in regelmäßigen Abständen alle Brandschutzanlagen und arbeitet sowohl mit den Aufsichtsbehörden als auch mit Feuerwehren zusammen. Eine wichtige Aufgabe des Brandschutzbeauftragten besteht darin, einen Brandschutzplan mitsamt den Fluchtwegen und einen Rettungsplan zu entwickeln. Zudem muss er Räumungsübungen planen und durchführen, Mitarbeitern den richtigen Umgang mit den Feuerlöscheinrichtungen zeigen und weitere Brandschutzhelfer ausbilden.

Da das Tätigkeitsfeld des Brandschutzbeauftragten sehr umfangreich ist, benötigt er Zugang zu allen Räumlichkeiten und technischen Anlagen des Unternehmens. Auch die entsprechenden Informationen müssen ihm bereitgestellt werden. In der Regel pflegt der Brandschutzbeauftragte deshalb einen engen Kontakt mit der Unternehmensleitung und spricht organisatorische Neuerungen mit dieser ab. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn es im Betrieb viele Bereiche gibt, bei denen der Zutritt nur eingeschränkt möglich ist. Darüber hinaus sollte der Brandschutzbeauftragte an allen Gremien der Betriebsleitung teilnehmen, bei denen der Brandschutz von Bedeutung ist.

Wie wird man Brandschutzbeauftragter?

Um Brandschutzbeauftragter zu werden, müssen die ausgewählten Angestellten des Unternehmens eine Schulung absolvieren. Eine achttägige Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten bietet die DEKRA Akademie an. Dabei werden folgende Themen behandelt:

  • Rechtliche Grundlagen
  • Brandlehre
  • Brand- und Explosionsgefahren
  • Besondere Brandrisiken
  • Anlagentechnischer, organisatorischer und baulicher Brandschutz
  • Brandschutzmanagement
  • Kooperation mit Versicherern, Feuerwehren und Behörden

Auch praktische Übungen zur Brandbekämpfung mithilfe der handbetätigten Feuerlöscheinrichtungen gehören zur Ausbildung. Nach der Schulung müssen die Teilnehmenden eine schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung absolvieren. Anschließend erhalten sie ein Zertifikat von der DEKRA Akademie.

Wodurch unterscheidet sich der Brandschutzbeauftragte vom Brandschutzhelfer?

Bei einem Brandschutzbeauftragten handelt es sich um eine Person, die eine entsprechende Fachkunde nachweisen kann. Sie arbeitet wahlweise selbstständig oder betriebsgebunden im vorbeugenden Brandschutz. Das Ziel des Brandschutzbeauftragten besteht darin, die Brandschutz-Verantwortlichen des Unternehmens – wie den Betriebsleiter oder Arbeitgeber – bei allen Aspekten des organisatorischen, abwehrenden und vorbeugenden Brandschutzes zu unterstützen. Er stellt einen Brandschutzplan auf und bildet außerdem weitere Mitarbeiter wie den Brandschutzhelfer aus.

Letzterer ist in einem Unternehmen vor allem für die schnellen Erstmaßnahmen im Brandfall verantwortlich. Er muss den Brand melden und Entstehungsbrände bekämpfen. Gleichzeitig soll er den Brandschutzbeauftragten bei seinen Aufgaben unterstützen. Daher sollte es in einer Firma pro Betriebsabschnitt wenigstens einen Brandschutzhelfer geben. Doch wie viele Brandschutzhelfer ein Unternehmen braucht, hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt im Allgemeinen die 5-Prozent-Regel. In Betrieben mit erhöhter Brandgefahr müssen mehr Brandschutzhelfer vorhanden sein. Die Ausbildung zum Brandschutzhelfer erfolgt in der Regel in halb- oder ganztägigen Kursen.

 

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