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Allgemein

Wie wird man Feuerwehrmann? – So geht’s!

Wer in Deutschland Feuerwehrmann werden möchte, hat praktisch in jeder Stadt oder Gemeinde die Gelegenheit dazu. Zu unterscheiden ist dabei der Dienst in einer freiwilligen Feuerwehr oder eine berufliche Tätigkeit als Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr. Die Berufsausübung ist in der Regel in größeren Städten und in den dort vorhandenen Feuerwachen sowie bei betrieblichen Feuerwehren in größeren Industriekomplexen möglich.

Freiwillige Feuerwehrmänner müssen meist keine speziellen Anforderungen erfüllen. Teilweise wird lediglich eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung (Atemschutzgeräte) verlangt. Wer hauptberuflicher Feuerwehrmann werden möchte, muss eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Zu den Eingangsvoraussetzungen gehört je nach Qualifikationsebene eine abgeschlossene berufliche Ausbildung oder ein Studium. Um für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst infrage zu kommen, braucht man eine abgeschlossene Ausbildung. Gefordert werden mindestens ein Hauptschulabschluss sowie ein erlernter handwerklicher Beruf. Alternativ wird auch eine abgeschlossene Ausbildung akzeptiert, die für die Feuerwehr brauchbar ist. Die Gesamtnote muss wenigstens 3,0 betragen.

Neben den schulischen gibt es weitere persönliche Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung als Feuerwehrmann. Am Tag der Einstellung, nach der bis zu 20 Monate dauernden eigentlichen Ausbildung zum Feuerwehrmann, darf man nicht älter als 38,5 Jahre sein. Da man bei durch die Ausbildung Beamter ist, wird die deutsche beziehungsweise eine EU-Staatsangehörigkeit verlangt. Bewerber müssen gut Deutsch sprechen und im Besitz des PKW-Führerscheins sein. Im polizeilichen Führungszeugnis dürfen keine Eintragungen enthalten sein.

So wird man Feuerwehrmann

So wird man Feuerwehrmann

Ein künftiger Feuermann muss mindestens 1,60 Meter groß sein und gut schwimmen können. Das Arbeiten in großen Höhen und engen Räumen darf kein Problem darstellen. Wer eine Brille oder Kontaktlinsen trägt, wird sich vor Ausbildungsbeginn einer Untersuchung durch den arbeitsmedizinischen Dienst stellen müssen. Erst hier fällt eine Entscheidung für oder gegen einen späteren Dienst als Feuerwehrmann.

Es gibt einige wenige Berufs- und Werkfeuerwehren, die Schulabsolventen auch ohne beruflichen Abschluss die Ausbildung bei der Feuerwehr ermöglichen. Bewerber beginnen erst eine Lehre und wechseln danach in den Einsatzdienst. Nach der medizinischen Feuerwehrtauglichkeitsuntersuchung müssen sich Bewerber einem Einstellungstest stellen.

Sind schulische, persönliche und körperliche Voraussetzungen erfüllt, erfolgt die Einstellung des Feuerwehrmanns als Beamter auf Probe (Dienstgrad Brandmeister). Damit beginnt eine 20 Monate dauernde Zeit der Berufsvorbereitung. Der Ausbildungsplan setzt sich aus einer feuerwehrtechnischen Ausbildung, Sonderlehrgängen sowie vielen weiteren Fachgebieten (Deutsch, Chemie, Physik) zusammen. Der Erwerb der LKW-Fahrerlaubnis ist für jeden Feuerwehrmann im Hauptberuf Pflicht. Am Ende der Einführungszeit ist eine Laufbahnprüfung abzulegen. Verläuft diese erfolgreich, hat der Feuerwehrmann die Vorgaben für eine Laufbahn im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst erfüllt.